Mobil mit Fedora – oder auch nicht

Wer sich manchmal fragt, was der inhaltliche Unterschied zwischen Fedora und Red Hat Enterprise Linux bzw. CentOS ist: Fedora bekommt in kurzen Zyklen haufenweise Updates und stellt eher eine „Spielwiese“ dar. In RHEL/CentOS fließen in Fedora erprobte Änderungen dann nach Stabilisierung und Tests ein.

Nicht ohne Grund verwenden wir auf unseren Servern in der Regel CentOS. Auf meinem Netbook für unterwegs, in dem auch ein UMTS-Modul eingebaut ist, benutze ich allerdings Fedora – und damit ergab sich kürzlich ein schönes Beispiel, das den Unterschied in der Stabilität verdeutlicht.

Für den Aufbau von PPP-Verbindungen ist das Paket pppd zuständig, das bei Fedora zunächst in Version 2.4.4 vorlag, dann aber auf 2.4.5 aktualisiert wurde.

Die UMTS-Verbindungen können natürlich von Hand eingerichtet werden; der „offizielle“ grafische Weg ist aber die Konfiguration im NetworkManager. Dieser bringt ein entsprechendes Plugin mit, mit dessen Hilfe er den pppd ansteuern kann.

Dummerweise wurde das Plugin nicht mit aktualisiert, so dass das System nun vor folgender Situation stand:

$ rpm -ql NetworkManager | grep pppd
/usr/lib/pppd/2.4.4/nm-pppd-plugin.so

$ rpm -q ppp
ppp-2.4.5-2.fc12.i386

Sprich, das Plugin hat nicht mit dem Update mitgezogen – mit der Folge, dass der NetworkManager keine UMTS-Verbindungen mehr aufbauen konnte. Das ist natürlich besonders ärgerlich, wenn man gerade unterwegs ist und UMTS die einzige Möglichkeit wäre, ins Netz zu kommen. Erst ein Update des NetworkManagers hat dieses Problem dann beheben können. Siehe auch:

NetworkManager pppd plugin does not work with latest pppd

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