Kommentare zu: Werkstattbericht: UEFI http://blog.jonaspasche.com/2012/12/21/werkstattbericht-uefi/ Technik, Kram und Drumherum Wed, 30 Dec 2015 21:32:06 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.4.14 Von: InsaneMole http://blog.jonaspasche.com/2012/12/21/werkstattbericht-uefi/comment-page-1/#comment-12386 Sun, 31 Mar 2013 23:05:23 +0000 http://blog.jonaspasche.com/?p=1318#comment-12386 Ich hab hier auch noch einen alten Thinkpad mit graphischem Bios Setup mit Maus- (bzw. Gummiwarzen-) Support. Sogar mit lustiger Cursor-Animation bei Wartezeiten.

„Alt“ heißt hier allerdings: Das letzte machbare Betriebssystem-Update war zu Win95, Netzwerk gibt es nur über Erweiterungskarte. Dafür kann man zB die Tastatur einfach so hoch klappen um Festplatte, Diskettenlaufwerk oder Arbeitspeicher auszutauschen, ohne Schrauben und Plastiknoppen. Wenn man ihn allerdings per Schloss ankettet ist die Tastatur auch gesichert.
Wundert es, das ich ihn noch immer besitze und hin und wieder starte, nur um der „alten“ Technik Willen?

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Von: Basic.Master http://blog.jonaspasche.com/2012/12/21/werkstattbericht-uefi/comment-page-1/#comment-10472 Tue, 12 Mar 2013 21:03:18 +0000 http://blog.jonaspasche.com/?p=1318#comment-10472 Nachtrag: Hier sieht man Bilder von so einem Compaq-Setup:
http://tozbit.blogspot.de/2012/11/compaq-armada-1750-diagnostics-partition.html

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Von: Basic.Master http://blog.jonaspasche.com/2012/12/21/werkstattbericht-uefi/comment-page-1/#comment-10471 Tue, 12 Mar 2013 21:00:27 +0000 http://blog.jonaspasche.com/?p=1318#comment-10471 Bei Compaq gab es früher so ein graphisches „Setup Menü“, was mit der Maus bedient werden konnte, z.B. in der Pentium 1-Zeit. Das war auf eine oder mehrere Disketten verteilt; ohne denen konnte man keine Einstellungen ändern. Das Menü wurde dann von den Disketten auf eine versteckte Festplatten-Partition installiert (Typ 0x12 für Compaq Diagnostics :-); im Endeffekt war es glaub ich einfach eine FAT12-Partition mit anderem Dateisystemtyp (ob man das Menü auch direkt von den Disketten benutzen konnte, ohne zu installieren, weiß ich nicht mehr). Das Ganze gab es in mehreren Sprachen inkl. deutsch und mit Mausbedienung – im Endeffekt lag darunter nämlich einfach ein Windows 3.x!

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Von: Peter http://blog.jonaspasche.com/2012/12/21/werkstattbericht-uefi/comment-page-1/#comment-10470 Tue, 12 Mar 2013 20:13:31 +0000 http://blog.jonaspasche.com/?p=1318#comment-10470 @2nd: Wo steht das mit coreboot auf chrome*?

> Die Möglichkeit in Zukunft UEFI durch eine freie Alternative wie Coreboot zu ersetzen wird es nicht geben.

Warum? UEFI kommt doch auch aus einem Flash, was ist wenn ich den mittels JTAG neu mit etwas anderm beschreibe?

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Von: 2nd http://blog.jonaspasche.com/2012/12/21/werkstattbericht-uefi/comment-page-1/#comment-9473 Sat, 23 Feb 2013 21:35:55 +0000 http://blog.jonaspasche.com/?p=1318#comment-9473 Nicht erst seit dem Samsung-Laptop-UEFI-Desaster: Chromebooks & Chromeboxes FTW! Die haben coreboot! Und leider auch ein paar hakelige Eigenheiten. Jedenfalls gut, das coreboot vorankommt. Props an dieser Stelle natürlich auch für Das U-Boot für Plattformen wie Armdale und was es nicht noch alles gibt.

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Von: Sulei http://blog.jonaspasche.com/2012/12/21/werkstattbericht-uefi/comment-page-1/#comment-8084 Fri, 04 Jan 2013 11:49:32 +0000 http://blog.jonaspasche.com/?p=1318#comment-8084 Ich trau weder BIOS noch UEFI und hätte am liebsten noch weniger Closed Source Code auf meinem System. Wie Linus schon schrieb, ist GPT die einzig sinnvolle Neuerung der letzten Jahre, die allerdings hervorragend auch auf BIOS-Maschinen dank GRUB nutzbar ist.

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Von: Philipp Koschinski http://blog.jonaspasche.com/2012/12/21/werkstattbericht-uefi/comment-page-1/#comment-8016 Mon, 31 Dec 2012 12:41:20 +0000 http://blog.jonaspasche.com/?p=1318#comment-8016 Zu der Installation von Ubuntu mit UEFI-Integration:

Bei mir legt Ubuntu 12.10 einen UEFI-Booteintrag an (der auch funktioniert), allerdings bootet mein System auch Standardmäßig über UEFI statt über Legacy-Boot (UEFI von American Megatrends, modifiziert von Medion)

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Von: Christopher Hirschmann http://blog.jonaspasche.com/2012/12/21/werkstattbericht-uefi/comment-page-1/#comment-7968 Fri, 28 Dec 2012 19:05:36 +0000 http://blog.jonaspasche.com/?p=1318#comment-7968 Also ich werfe hier sicherlich Dinge zusammen, die mit „fallen ins BIOS-Ökosystem“ treffender beschrieben wären. (Hab weder versucht das zu verbergen, noch es deutlich zu sagen — letzteres ist sicherlich eine Inperfektion dieses Textes.)

Was das User Interface angeht hast Du natürlich recht, dass ist nicht teil der BIOS-Spezifikation, deswegen ist es ja auch bei jedem BIOS unterschiedlich. (Und es gibt ja durchaus chinesische und japanische BIOS-Varianten. Allerdings sind die soweit mir gesagt wurde selbst in China und Japan eher die Ausnahme.) Das wird bei UEFI auch nicht so viel anders sein, denn auch hier ist das User Interface nicht Teil der Spezifikation. Ein per Maus bedienbares BIOS ist mir in der Tat völlig neu, überhaupt kenne ich nur sehr wenige Hersteller die sich die Mühe gemacht haben das BIOS für ihre Systeme anzupassen, statt nur das eingekaufte BIOS auf die PCs zu packen und auszuliefern. Explizit kenne ich das nur von IBM und Dell und bei beiden ist mir nie ein User Interface mit Maus-Unterstützung begegnet, bei Dell tauchte mit UEFI allerdings direkt der Maus-Support auf. Ich kann hier nur von dem schließen, was ich zu sehen bekomme und hab hier einfach von den großen Mühen die BIOS mit dem Support von USB-Tastaturen hatte auf Mäuse (die ja oft auch über USB angeschlossen werden) geschlossen und angenommen, dass niemand das programmieren wollte oder konnte. Letztlich spielt es aber für mich kaum eine und für normale User wohl gar keine Rolle, ob das direkt mit dem BIOS zusammenhängt oder indirekt davon bedingt wird. Schlechte User Interfaces gehören leider zum Alltag in der BIOS-Welt. Die Beschränkung auf 16 Bit und den niedrigsten Graphikmodus moderner GPUs trägt hieran in jedem Fall eine Mitschuld.

Von Setup-Programmen für das BIOS habe ich hingegen schonmal gehört, hier ist der für mich relevante Punkt aber: Es gibt dafür keine standardisierte Schnittstelle (sonst gäbe es ja sicherlich ein einheitliches Programm für sowas bei Linux, wenn nicht sogar bei Windows), sondern das läuft wenn dann über propietäre Schnittstellen der BIOS-Hersteller. (Was nicht heißt, dass selten sein muss. Gerade im Bereich Remote Management gibt es da auch ein paar Lösungen.)

Auf die diversen Grenzen die es beim BIOS für Festplatten schon gab wollte ich im Detail nicht eingehen, zumal ich mich nicht an die Hälfte von denen noch erinnere und auch im Detail nicht sagen kann, ob sie wirklich am BIOS lagen oder etwa auch an Einschränkungen der verwendeten Busse und Protokolle (BIOS stammt ja noch aus Zeiten bevor es PCI und SATA gab). Ich hab hier offen gesagt einfach auf die Festplatten geschaut die bei mir gerade ausgebaut rumliegen und die haben alle einen Jumper für das 32 GB Limit. Relevant bis heute ist die Einschränkung, dass Boot-Partitionen unabhängig von der letztlichen Festplattengröße möglichst nach am „Anfang“ der Festplatte liegen müssen, damit die Sprunganweisung zum Bootloader funktioniert.

Die Speicheradressierung ist bei BIOS durchaus ein ernstes Problem, denn der 16-Bit-Modus setzt dem BIOS selbst ganz klare Grenzen. Auch heißt es für jedes Programm das ohne Betriebssystem ausgeführt wird (Option-ROMs, Bootloader, RAM-Diagnosetools, ganz selten auch Festplatten-Tools), dass es entweder ebenfalls mit dieser Grenze auskommen muss, oder die CPU in einen höheren Bit-Modus bringen muss — was aber den Rattenschwanz mitbringt, dass das Programm sich dann um das Speichermanagement kümmern muss. Ein RAM-Diagnosetool wird das ohnehin müssen, aber was sonstige Programme angeht bedeutet es erhöhten Aufwand bzw. es setzt ihnen auch ganz klare Grenzen, nicht jede Aufgabe lässt sich in 65 kiB RAM lösen.

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Von: Henry http://blog.jonaspasche.com/2012/12/21/werkstattbericht-uefi/comment-page-1/#comment-7961 Fri, 28 Dec 2012 14:14:44 +0000 http://blog.jonaspasche.com/?p=1318#comment-7961 Vielen Dank für die intensive Auseinandersetzung mit der Thematik! Gerade für jemanden, der das alles immer nur oberflächlich wahrnimmt, ist das wirklich ein fantastischer Einblick in die Materie.

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Von: Götz http://blog.jonaspasche.com/2012/12/21/werkstattbericht-uefi/comment-page-1/#comment-7828 Sat, 22 Dec 2012 12:06:56 +0000 http://blog.jonaspasche.com/?p=1318#comment-7828 Da geht beim BIOS ein bisschen was durcheinander: BIOS ist nicht (auch) das, was kommt, wenn man F2 oder DEL drückt beim Boot eines Wintel-PC. Das, was da kommt, ist irgendein pseudografisches Setupmenü, das vielleicht Einstellungen im BIOS setzt, aber das ist nicht _das_ BIOS und auch nicht Teil des BIOS. Und so gab es auch schon PCs mit BIOS, aber ohne dieses Setup-Menü (stattdessen wurden die Einstellungen via Setup-Programm von MS-DOS aus gesetzt). Und wenn es auch schockierend klingen mag: es gab auch schon Setup-Programme bei Wintel-PCs, die sehr wohl mit der Maus zu bedienen waren, richtig grafisch.

Die 32 GB-IDE-Grenze beim BIOS so willkürzlich zu nennen ist IMO nicht hilfreich, denn das BIOS hatte schon viele Limits (504 MB, 8 GB, 32 GB, 128 GB), die nach und nach fielen. Die 2 TB-Grenze jetzt voraussichtlich die finale, was auch gut so ist.

Was das BIOS an sich aber mit der Adressierung des Hauptspeichers zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Schließlich braucht man BIOS nach der Abkehr von MS-DOS eben nicht mehr für Basic Input/Output, sondern nur als Boot-Kicker/IPL. Die RAM-Adressierung durchs OS ist seit dem i80386 dagegen schmerzarm flach, wenn das OS denn das will. Das hängt aber am Prozessor und nicht am BIOS, das hat nicht verhindert, dass man auf 32 oder 64 Bit umstieg.

Es wurde durchaus Zeit, das BIOS loszuwerden. Aber Teile des Übels sind ihm nur zugeschrieben, wie diese Setup-Menü, und das BIOS kann nichts dafür.

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